Axel Plöger - Malerei
Sachsenstr. 27
32756 Detmold
Mobil: 0163 8651266
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 Logo210orange mailgross

Sprache

Sprache auswählen

Im Atelier Kreisbilder 2026 Warburg Durchmesser ca 200 cm Acryl auf Papier Pappe Holz - VG Bild und Kunst 2026Übergänge

- Axel Plöger

Ich arbeite in dieser Werkgruppe Übergänge für die Klosterkirche Warburg mit der Form des Kreises, der in der christlichen Ikonografie eine vielschichtige Bedeutung besitzt. Ich nehme den Kreis in seiner Bedeutung für das Göttliche und das Unendliche, für Wiederkehr und Vollkommenheit, aber auch für Schutz und innere Sammlung. Zugleich verweist er an den Heiligenschein als Zeichen einer transzendenten Präsenz. Diese symbolische Tradition greife ich auf und öffne sie bewusst für weitere Assoziationen.

Die frei im Raum hängenden Objekte können als Schilde, Traumfänger, Tore oder Durchgänge in Bildräume gelesen werden. Ebenso entstehen Bezüge zu runden Kirchenfenstern oder zum Motiv des Rads der ewigen Wiederkehr. Auch die Vorstellung der neun Sphären des Paradieses aus Dantes Göttlicher Komödie kann als gedanklicher Resonanzraum mitschwingen.

Gleichzeitig verweist die Materialität der Objekte – Papier, Pappe, Holz und teilweise Bambus – auf Konstruktionen aus dem Drachenbau. Doch diese Objekte können nicht fliegen. Sie hängen an Schnüren im Raum und wirken wie überladene Flugattrappen. Daraus entsteht für mich ein Spannungsfeld zwischen Aufstieg und Bindung, zwischen der Sehnsucht nach dem Himmel und der Realität der Erdgebundenheit.

Die Installation tritt bewusst in Beziehung zum barocken Hochaltar der Kirche, dessen großformatiges Gemälde die Himmelfahrt Mariens zeigt. Meine Arbeiten verstehen sich dabei nicht als Illustration, sondern als zeitgenössische Reflexion über Transzendenz, Transformation (=Übergänge) und spirituelle Bewegung.

In dieser Ausstellung verbinde ich meine abstrakte, prozessorientierte Malerei mit skulpturalen und installativen Elementen. Die neun Malereien, ausgeführt in Acryl und Kreiden auf kreisförmigen Bildobjekten, werden vor allem im Chorraum der Kirche präsentiert werden. Dort entsteht ein Zusammenspiel von Farbe, Form, Raum und Bewegung, das den architektonischen und spirituellen Kontext der Kirche in die Arbeit einbezieht.“  (10.3.26)

Fotografie: Axel Plöger, 2026